Wanderung zum Preikestolen

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Das flache Plateau des Preikestolen voller Wanderer; die steile graue Felswand fällt senkrecht zum dunkelblauen Lysefjord ab, tief unten die Kielspur eines Schnellboots, in der Ferne grüne Berge

Foto: Svein Magne Tunli, CC BY-SA 4.0

Der Preikestolen (Predigtstuhl) ist ein Felsen mit flachem Plateau, etwa 25 mal 25 Meter groß, der 604 Meter über dem Lysefjord in Ryfylke östlich von Stavanger aufragt. Die Wanderung ist sehr beliebt: Allein im Sommer 2022 gingen 348.000 Menschen zum Plateau hinauf. Das sagt Stiftelsen Preikestolen, die gemeinnützige Stiftung der örtlichen Gemeinden und Grundbesitzer, die den Parkplatz betreibt und den Weg instand hält.

Die Wanderung selbst ist technisch nicht schwierig, aber sie ist eine echte Bergwanderung, und die Rettungsmannschaften rücken jedes Jahr hierher aus.

Der Weg

Der Weg beginnt am Preikestolen BaseCamp (Preikestolen Fjellstue) am Parkplatz. Er führt über sumpfigen Boden und durch Wald und steigt über steile Steintreppen an, die nepalesische Sherpas angelegt haben. Er ist mit roten T-Zeichen markiert. Das letzte Stück verläuft an hohen Felswänden entlang zum Plateau; seien Sie hier besonders vorsichtig, wenn Sie Kinder dabeihaben.

Eine Reihe von Wanderern in Regenjacken und mit Rucksäcken steigt eine lange Treppe aus groben Steinplatten durch Kiefern- und Birkenwald hinauf, zu beiden Seiten Farne
Eine der Steintreppen auf dem Weg nach oben.

Foto: Davide Mauro, CC BY-SA 4.0

Unterwegs gibt es weder Toiletten noch Mülleimer. Gehen Sie vor dem Aufbruch auf die Toiletten am Parkplatz, und nehmen Sie alles, was Sie mitbringen, wieder mit hinunter.

Anreise

Mit dem Auto. Die Fahrt von Stavanger dauert 30 bis 40 Minuten. Folgen Sie der Straße 13 (Richtung Røldal ausgeschildert) durch den Ryfylketunnel, verlassen Sie sie bei Solbakk und fahren Sie auf der Straße 523 weiter nach Jørpeland. Etwa drei Kilometer hinter Jørpeland folgen Sie den Schildern zum Preikestolen Parking. Die frühere Autofähre Stavanger–Tau wurde eingestellt, als der Tunnel im Dezember 2019 eröffnet wurde. Ältere Reiseführer, die Autofahrer noch auf diesem Weg schicken, sind also überholt.

Mit dem Bus, in der Saison. Zwei Unternehmen fahren von Stavanger zum Parkplatz; die Fahrt dauert 50 Minuten bis eine Stunde. Ihre Fahrpläne für 2026:

Kaufen Sie die Tickets vorab online, denn im Bus gibt es keine, und fahren Sie mit demselben Unternehmen zurück. Prüfen Sie die aktuellen Fahrpläne bei den Anbietern.

Außerhalb der Bussaison. In der Nebensaison fahren keine Direktbusse. BaseCamp empfiehlt den Kolumbus-Bus 100 von Stavanger nach Jørpelandsvågen und von dort ein Taxi, etwa 10 Minuten bis zum Ausgangspunkt. Wie Sie nach Stavanger selbst kommen, lesen Sie unter Unterwegs in Norwegen.

Die beste Zeit

Visit Norway nennt Mai bis Oktober als Wandersaison. Die Stiftung hält den Weg das ganze Jahr offen, doch außerhalb des Sommers sind die Bedingungen ganz anders (siehe unten).

Juni, Juli und August sind die Monate mit dem größten Andrang, Samstag und Sonntag die vollsten Tage. Im Sommer ist auf dem Weg meist zwischen 08:00 und 10:00 Uhr am meisten los. Um den Schlangen zu entgehen, empfiehlt die Stiftung, vor 08:00 oder nach 16:00 Uhr aufzubrechen; die langen Sommerabende lassen Zeit für einen späten Start. Am Parkplatz ist zwischen 08:00 und 16:00 Uhr am meisten Betrieb. Ist er voll, werden Sie unter Umständen gebeten, einige Stunden zu warten oder die Zeit in Jørpeland zu verbringen.

Von September bis März sind die Tage kurz. Brechen Sie früh genug auf, um vor Einbruch der Dunkelheit wieder am Parkplatz zu sein.

Wandern außerhalb des Sommers

BaseCamp rechnet Oktober bis April zur Wintersaison; dann ist der Weg oft mit Eis und Schnee bedeckt. Laut Visit Norway brauchen Sie von November bis April Spezialausrüstung und einen Guide. Die Stiftung empfiehlt eine geführte Tour, besonders im Winter oder wenn Sie weniger Erfahrung haben, und Edge of Norway von Region Stavanger empfiehlt außerhalb der Saison professionelle Guides.

Wenn Sie im Winter gehen:

Sicherheit

Wanderer auf einem Felsvorsprung neben dem flachen Plateau des Preikestolen, dessen Kante in dichtem Nebel verschwindet
Nebel kann den Abgrund und den Weg innerhalb von Minuten verbergen.

Foto: Åsmund Heimark, CC BY 2.0

Die ehrenamtlichen Retter von Norsk Folkehjelp Strand og Forsand kennen den Weg zum Preikestolen gut: 2024 gehörten sie laut Norsk Folkehjelp zu den Teams mit dem größten Anstieg an Einsätzen, da die Rettungen bei beliebten Touristenwanderungen zunahmen. Im Juli 2024 sagte der Bereitschaftsleiter des Teams dem Sender TV 2, man habe in diesem Jahr bereits mehr als 30 Einsätze gehabt, und berichtete von Wanderern, die sich nachts in dichtem Nebel verirrt hatten. Landesweit kommen die meisten Einsätze von Norsk Folkehjelp zwischen 15:00 und 23:00 Uhr, oft bei Dunkelheit.

Rufen Sie im Notfall die 113 an (medizinische Notfälle); 112 ist die Polizei, 110 die Feuerwehr. Die Wanderung zum Preikestolen erfolgt auf eigene Gefahr.

Die Stiftung bittet Besucher außerdem, auf dem Plateau keine Drohnen fliegen zu lassen, keine Steinmännchen zu bauen und nicht zu zelten. Vom 15. April bis 15. September ist es überall in Norwegen verboten, im Wald oder in der Nähe von Wald und anderem offenem Gelände Feuer zu machen, es sei denn, die Gemeinde erlaubt es oder es besteht offensichtlich keine Brandgefahr.

Andere Möglichkeiten

Gut zu wissen

Praktische Infos

Anreise
Mit dem Auto 30–40 Minuten von Stavanger durch den Ryfylketunnel, oder mit dem Bus von Pulpit Rock Tours oder Go Fjords (50 Minuten bis eine Stunde, 2026 von Ende März bis Anfang November, zu Beginn und am Ende nur an Wochenenden). In der Nebensaison mit dem Kolumbus-Bus 100 nach Jørpeland, dann mit dem Taxi.
Saison
Für die meisten Wanderer Mai bis Oktober. Der Weg ist das ganze Jahr offen, aber von Oktober oder November bis April ist mit Eis und Schnee zu rechnen; gehen Sie dann mit einem Guide.
Preisniveau
mittel
Buchungstipps
Buchen Sie die Bustickets vorab online und fahren Sie mit demselben Anbieter zurück. Brechen Sie im Sommer vor 08:00 oder nach 16:00 Uhr auf, um dem Andrang und dem vollen Parkplatz zu entgehen.

Quellen

  1. https://preikestolen365.com/hiking-to-preikestolen/
  2. https://preikestolen365.com/parking-at-preikestolen/
  3. https://preikestolen365.com/how-to-get-to-preikestolen/
  4. https://preikestolenbasecamp.com/en/planlegg-reisen/
  5. https://www.visitnorway.com/places-to-go/fjord-norway/ryfylke/the-lysefjord-area/hiking-to-preikestolen/
  6. https://www.visitnorway.com/places-to-go/fjord-norway/ryfylke/the-lysefjord-area/hiking-to-kjerag/
  7. https://www.visitnorway.com/safe-travel/mountain-safety/
  8. https://www.edgeofnorway.com/en/destinations/preikestolen
  9. https://rodne.no/en/fjord-experiences/stavanger/fjordcruise-lysefjord-preikestolen/
  10. https://www.dnt.no/fjellvettreglene/
  11. https://folkehjelp.no/fagblad-sanitet/article/ny-aksjonsrekord-530-lete-og-redningsaksjoner-i-2024
  12. https://www.tv2.no/direkte/jpybz/siste-nytt/6687bd51bd22f2d594551c73/ligger-an-til-rekordmange-redningsaksjoner-ved-preikestolen
  13. https://lovdata.no/dokument/NL/lov/1957-06-28-16
  14. https://lovdata.no/dokument/SF/forskrift/2015-12-17-1710
  15. https://www.visitnorway.com/listings/hike-to-preikestolen-in-the-lysefjorden/238353/
  16. https://www.pulpitrock.no/tabeller.php
  17. https://gofjords.com/experiences/hiking/stavanger/preikestolen-express-bus-round-trip/
  18. https://www.ntnu.no/concept/rv13-ryfast-og-e39-eiganestunnelen

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